Kröten wollen ins Freibad

Nach langer Zeit hat die Gruppe NABU Neuenkirchen/Wettringen in der Februar-Sitzung beschlossen, wieder eine Aktion zu machen. Schon im Vorjahr war im Gespräch einen Krötenschutzzaun „In der Helle“  am Offlumer See zu instalieren, da hier schon oft veränderte Amphibien zur Wandersaison derselben beobachtet wurden. Die Straße wird flankiert von Wald

und dem Offlumer See sowie dem Badesee vom Freibad. In Rekordzeit wurden unter Mithilfe des NABU Kreisverbandes Fördermittel für den Amphibienzaun beim Kreis Steinfurt beantragt. Innerhalb von 14 Tagen wurden der Zuschuss bewilligt, die Bestellung aufgegeben und geliefert.

So konnte rechtzeitig am 26.2.2022 der Zaun von 8 Gruppenmitgliedern aufgestellt werden.

Am Anfang war trotz Recherche nicht klar, ob die Tiere vom Freibad zum Offlumer See  wollen,

oder halt umgekehrt....

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Paradies für den Zitronenfalter

NABU zeichnet Norbert und Petra Rötker aus

Norbert und Petra Rötker haben einen schmetterlingsfreundlichen Garten. Das hat ihnen jetzt auch der Naturschutzbund bestätigt. Die Ibbenbürener wollen mit ihrem Garten zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.

Um die Fluginsekten wie Wild- und Honigbienen, das Tagpfauenauge oder den Zitronenfalter ist es schlecht bestellt. Seit 1989 hat sich die Masse an Fluginsekten in Nordrhein-Westfalen um 80 Prozent reduziert. Das zeigen Untersuchungen des Naturschutzbundes (NABU). Als Zyniker könnte man sich freuen: Im Sommer bleibt die Heckscheibe des eigenen Autos sauber. Und die Kuchentafel kann ohne ungebetene Gäste im Freien stattfinden. Norbert und Petra Rötker aus Ibbenbüren sehen das anders. Für ihren heimischen Garten sind sie jetzt vom Naturschutzbund ausgezeichnet worden. Ihr Garten ist somit nicht nur „ausgezeichnet“, sondern vor allem „schmetterlingsfreundlich“. Kerstin Panhoff übernahm als Vorsitzende des NABU im Kreis Steinfurt die Ehrung.

Das Prädikat „schmetterlingsfreundlich“ kann jeder Garten bekommen – ob in privatem oder Vereinsbesitz, ob Eigentum oder Pacht. Der Garten muss lediglich so gestaltet sein, dass er zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Insektenschutz beiträgt. Das Areal der Eheleute Rötker am Püsselbürener Damm zieht Kerstin Panhoff an diesem Nachmittag schnell in seinen Bann. „So ein schöner Garten ist immer zugleich auch ein sehr meditativer Ort“, sagt sie. Ein Streifzug durch den Garten mit ihr und Norbert Rötker kommt einem Crashkurs in Sachen Biodiversität und Gartenarchitektur gleich. Inmitten des Areals erhebt sich eine fast mannshohe, verblühte Wilde Karde.

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NABU vermisst Sandsteinplatten

Gespendete Materialien sind gestohlen worden

Bei der NABU-Ortsgruppe Ibbenbüren sind offenbar gespendete Materialien gestohlen worden. In den vergangenen Monaten seien bereits öfters kleine und größere Steine verschwunden, aber jetzt habe der Diebstahl „ein Maß angenommen, das nicht mehr tolerierbar ist“.

Seit mehr als einem Jahr gestalten einige Mitglieder des NABU am Regenrückhaltebecken im Gewerbegebiet Süd ein naturnahes Areal für eine vielfältige heimische Tier- und Pflanzenwelt. „Mit dem Anlegen einer Hecke für Vögel, Insekten und Kleingetier, dem Errichten einer Trockenmauer, Käferkellern oder Nistmöglichkeiten für Wildbienen wurde schon einiges geschafft. Eine Blühwiese ist gerade in Vorbereitung“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Umso ärgerlicher sei es für die ehrenamtlichen Naturschützer, dass in den vergangenen drei Wochen auf dem Gelände 300 Kilogramm Sandsteinplatten gestohlen worden seien, die Ibbenbürener Unternehmer gespendet hatten. „Sie waren für die Pflasterung eines Rondells bestimmt, auf dem unter anderem Aktionen mit Schülern durchgeführt werden sollen“, heißt es in einer Mitteilung des NABU. Außerdem sei das Anlegen einer Kräuterspirale für Lehrzwecke geplant.

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Nabu: Insektenschutz ist Vogelschutz

Heimische Pflanzen helfen Vögeln beim Überleben

Wer einen vogelfreundlichen Garten haben möchte, sollte Insekten fördern und Nistmöglichkeitejn anbieten. Dies und noch mehr rät der Nabu. Wer Vögeln in seinem Garten einen reich gedeckten Tisch bieten möchte, pflanzt am besten heimische Gehölze oder Stauden. Das betont der Umweltverband Naturschutzbund Deutschland (NABU) in einem umfangreichen Beitrag auf seiner Homepage. „Für Vögel sind alle Insekten in verschiedenen Lebensphasen als Nahrung attraktiv“, erklärt Norbert Rötker, Schatzmeister der Nabu-Ortsgruppe Ibbenbüren.

Sowohl die Gelege als auch Raupen, Larven und erwachsene Insekten werden besonders im Frühjahr zur Aufzucht der Jungen in großer Zahl benötigt. Selbst Körnerfresser wie Finken und Sperlinge brauchen das tierische Eiweiß für ihre Nachkommen. Würmer oder Spinnen sind zwar keine Insekten, werden jedoch von Meise & Co ebenfalls nicht verschmäht. „Wenn es den Insekten gut geht, freuen sich die Vögel“, bringt es Rötker auf den Punkt. „Vielfalt bei Nahrung und Nistmöglichkeiten ist das A und O bei der Gestaltung eines vogelfreundlichen Gartens“, heben Naturschützer hervor.

Um dieses Gleichgewicht im eigenen Garten oder auf der Terrasse zu erhalten, lässt sich einiges tun. Von Anpflanzungen heimischer Gehölze wie Hartriegel, Schneeball, Vogelbeere, Weißdorn oder Berberitze profitieren beide Tierarten. Sollen im Garten oder auch an Feldrändern Blühstreifen angelegt werden, ist unbedingt auf Regio-Saatgut zu achten, denn die Standortansprüche an Bodenbeschaffenheit oder Bedürfnisse der Tierwelt unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland teilweise beträchtlich. Landwirtschaftliche Betriebe werden bei der Finanzierung durch Förderprogramme der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen unterstützt.

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Naturschutz konkret in Elte

Beim letzten Treffen der NABU-Gruppe Elte am 30.3.2022 im katholischen Gemeindezentrum wurde u.a. der Beitrag der aktiven NABU-Mitglieder in Elte für das neue Heft des Stadtteilbeirates „Willkommen in Elte“ besprochen.

Schnell wurde klar, dass das Motto „Naturschutz konkret“ sein soll. Die bisher schon geleisteten Aufgaben der Naturfreundinnen und Naturfreunde, die 2021 die NABU-Gruppe in Elte gegründet haben, machen auf die zahlreichen Aufgaben und Programme aufmerksam.

Genannt werden die Anlage und Pflege von Blühwiesen, Förderung der Imkerei, der Amphibienschutz, Pflege von Heidebiotop und– Weiher, Säuberung der von Mitgliedern der Gruppe aufgehängten Waldkauzkästen, naturkundliche Wanderungen, Vorträge und Aufstellen von Infotafeln zu Flora und Fauna.

Besonders beim Krötenschutz sind auch Nichtmitglieder und Kinder gern gesehene Helfer. Hilfreich sind ebenfalls Mitglieder der Initiative Dorf-Land-Zukunft (DLZ) bei verschiedenen Aktionen. Für Gäste und Interessierte werden auch Führungen am Bienenschaukasten des Heimathauses und pilzkundliche Wanderungen angeboten.

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Hängeseilbrücke am Nassen Dreieck

NABU: „Wir bewegen uns auf den Massentourismus zu“

Die geplante Hängeseilbrücke am Nassen Dreieck wird zur enormen Belastung für die Umwelt und fördert den Massentourismus - diese Befürchtung der NABU war Diskussionsthema eines Informationsabends.

Dies ist eine Diskussion, die wir führen müssen. Unsere Argumente dringen nicht durch. Die Auswirkungen sind erheblich.“ Mit eindringlichen Worten eröffnete der Geschäftsführer des NABU-Kreisverbands Steinfurt, Gisbert Lütke, am Freitagabend eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Hängeseilbrücke. Der Naturschutzbund Deutschland hatte dazu eingeladen, um die Belange des Naturschutzes in den Fokus zu rücken. Die Natur sei nämlich akut gefährdet, wenn das von der Kreisverwaltung initiierte Projekt zur Förderung des Tourismus am Nassen Dreieck in Bergeshövede tatsächlich realisiert werde.

Gut 50 Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen das Informationsangebot im Gasthaus „Meteora am See“ in Gravenhorst wahr; an deren Ende gab eine Teilnehmerin ihren Eindruck aus dem zuvor Gehörten so wieder: „Ich war so blauäugig, dass ich mir das alles gar nicht vorstellen konnte. Ich habe das in der Zeitung gelesen, abgehakt und fertig. 300.000 Leute, das konnte ich mir gar nicht vorstellen. Mich schockt diese Zahl vollkommen.“

„Mich schockt diese Zahl vollkommen.“ 

Eine Zuhörerin nach den Erläuterungen über die Zahl der zu erwartenden Besucher der geplanten Hängeseilbrücke.

Bis zu 300.000 - das ist eine Jahr für Jahr zu erwartende Besucherzahl, wie sie Lütke nach eigenen Angaben dem Konzept zur Hängeseilbrücke über dem Mittellandkanal entnommen hatte.

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28. März, der "Tag des Unkrauts"

Ob Brennnessel, Scharbockskraut (Fotot rechts), Gänseblümchen, Taubnessel (Foto unten) oder Löwenzahn – sie und alle anderen Wildkräuterarten werden jedes Jahr am 28. März besonders geehrt. Dieser sogenannte „Ehrentag des Unkrauts“ wurde 2003 von amerikanischen Garten-Bloggern ins Leben gerufen. Sie wollten damit die Bedeutung dieser Wild-Pflanzen für die Artenvielfalt würdigen und darauf hinweisen, dass nicht jedes Unkraut im Garten unnütz ist.

Ende März beginnt die Gartensaison und das erste Grün, das unseren Garten zu erobern versucht, ist das meist als lästig, unschön und wertlos erachtete „Un-Kraut“.

Die „Unkräuter“, auch „Wildkräuter“ oder mit der neutralen Bezeichnung „Beikräuter“ genannt, sind jedoch wertvolle Bestandteile unserer heimischen Natur und leisten einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz. Denn für Bienen, Hummeln, Käfern und Schmetterlingen sind sie wichtige Lieferanten für Pollen und Nektar. Die Insekten und Käfer dienen wiederum vielen Vogelarten als Nahrungsgrundlage.

Sie ist z. B. die Brennnessel eine wichtige Futterquelle für die Raupen von ca. 50 Schmetterlingsarten. Auch als Heilkräuter und schmackhafte Küchenkräuter werden viele Wildpflanzenkräuter sehr geschätzt.

„Beikräuter“ finden sich in unseren Gärten von alleine und ungebeten ein, sind meist heimisch, optimal an Boden und Klima angepasst und vermehren sich daher oft sehr stark. Da sie mit Rasenflächen und Kulturpflanzen um Wasser, Nährstoffe, Licht und Luft in Konkurrenz treten, bezeichnen wir sie als „Un-Kräuter“, tolerieren sie in unseren durchgeplanten Ziergärten nicht und entfernen sie rasch, oft mit chemischen „Unkrautvernichtern“, damit sie nicht Überhand gewinnen.

 

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