Familien-Bingo

Aktion der Naturschutzjugend Steinfurt zum Weltspieltag

Weltspieltag am 28. Mai

Auch das NAJU-Team, die Naturschutzjugend des Naturschutzbundes in Steinfurt, hat sich zum diesjährigen Weltspieltag am 28. Mai eine Aktion zum Motto "Raus in die Natur" überlegt. Egal ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad, in der Natur gibt es viel zu entdecken.

Der Aufruf zum "Familien-Bingo" richtet sich an Familien mit Kindern im Kita- und Schulalter. Dazu sind bestimmte Naturbegriffe, die in einem Bingo-Feld angeordnet sind, draußen in der freien Natur zu suchen und per Foto zu dokumentieren. Wer ein Bingo zusammen bekommt, kann dieses mit Fotobeweis bis zum 7. Juni an den NABU schicken und mit etwas Glück einen tollen Preis gewinnen. Die Bingo-Vorlage und nähere Informationen zur Einsendung gibt es hier oder als download unter https://www.steinfurt.de/Dienstleistungen/bingospiel-nabu.html

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NABU Kreisverband auf dem Weg zum 3000. Mitglied

„Artenschutz, Naturschutz, Klimaschutz...

.... Dieser Dreiklang prägt seit Jahren den Weg des NABU-Kreisverbandes Steinfurt zum 3000. Mitglied“. Das sagte die im letzten Jahr zur neuen Vorsitzenden gewählten Kerstin Panhoff.

Bild mit den Aktivisten im Lehmdorf. Namen von links nach rechts: Kerstin Panhoff, Darius Linnemann, Joshua Daniel Pfeiffer, Emma Louisa Lambregts, Timon Matthis Gummrich, Julian Ropers, Gabriel Salwey, Valerie Chevalier, Thomas Kammerer

Der Anlass war der Start der Mitgliederwerbekampagne am 18. Februar u.a. mit Hausbesuchen zunächst bis zur diesjährigen Jahreshauptversammlung am 23. April 2020.

Am vergangenen Montag  stellten sich die jungen NABU-Mitglieder, die ehrenamtlich als  Werberinnen und Werber aktiv bei der Kampagne mitmachen werden, in der Vorstandssitzung im NABU-Lehmdorf vor. Vorher hatte der Geschäftsführer Gisbert Lütke die Aktivisten mit der Arbeit und den verschiedenen Projekten des NABU-Kreisverbandes und der verschiedenen Ortsgruppen vertraut gemacht. Das Vorstandsmitglied Dr. Reinhold Hemker lud die Mitglieder der Werbegruppe auch gleich zum Treffen der Aktionsgruppe „Elte summt“ am 20.02.2020 ein, bei der NABU-Mitglieder verschiedene Aktionen für Blühwiesen, Gärtengestaltung, Pflege von Biotopen und naturkundliche Führungen planen. K. Panhoff dankte den Aktivisten für ihren geplanten Einsatz und wünschte viel Erfolg. „Wir hoffen, dass wir bei der Jahreshauptversammlung das 3000. Mitglied begrüßen können.“

 

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Lichte Wälder und keine Pestizide

3. NABU-Fachtagung zum Insektenrückgang in Münster thematisiert Verlust der Insektenvielfalt in heimischen Wäldern

Düsseldorf – es summt und brummt immer weniger in unserer Kulturlandschaft – auch in den Wäldern. Die dramatischen Entwicklungen des anhaltenden Verlustes an Masse und Vielfalt unserer heimischen Insekten belegte erneut die Ende vergangenen Jahres veröffentlichte Studie der Technischen Universität München. Danach ist die Insektenmasse im Wald allein in den Jahren 2008 bis 2016 um 41 Prozent und die Vielfalt der Arten um 36 Prozent zurückgegangen. Diesen Rückgang gilt es zu stoppen und gemeinsam Lösungen zu finden, die Insektenvielfalt in NRW zu erhalten. Zusammen mit dem Institut für Landschaftsökologie (ILÖK) lud der NABU NRW deshalb nun bereits zur 3. Fachtagung zum Insektenrückgang nach Münster.

 

Die allgemeine Situation des Waldes angesichts des Klimawandels, der Dürreschäden in den letzten beiden Jahren sowie der Borkenkäferkalamitäten schätzt der NABU bundes- wie landesweit  als kritisch ein. Hinzu kommen nun noch alarmierende Forschungsergebnisse zum Insektenverlust in unseren Wäldern. „Wälder haben eine herausragende Bedeutung für die Biodiversität und den Klimaschutz. Gerade Naturwälder können beide Ziele aber langfristig hervorragend miteinander vereinen“,  sagte Dr. Heide Naderer, Vorsitzende des NABU NRW. Damit unsere Wälder diese Aufgabe auch zukünftig erfüllen können, müssten sie deutlich besser geschützt und Waldnutzungskonzepte angepasst werden.

 

 

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Sonderpreis für die NAJU Steinfurt

Foto: Thorsten Wiegers

25 Jahre Dr. Hermann-Klingler-Jugendpreis

NABU NRW zeichnet drei Naturschutzprojekte aus

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Düsseldorf – Seit 25 Jahren belohnt der NABU den Einsatz von Kindern und Jugendlichen für die Natur mit dem Dr.-Hermann-Klingler-Jugendpreis. Zum Jubiläum hat der NABU in diesem Jahr neben dem eigentlichen Preis noch zwei weitere Sonderpreise vergeben. Die Preisverleihung fand heute in Düsseldorf in der NABU-Landesgeschäftsstelle statt. Anwesend waren Dr. Marion Mittag, die Tochter von Dr. Hermann Klinger  und Julia Binder, Vorstandsmitglied der Naturschutzjugend (NAJU) NRW.

 

„Die Siegerprojekte bilden gut die Vielfalt der Aktivitäten ab, mit denen sich junge Menschen in Nordrhein-Westfalen für den Naturschutz einsetzen“, so Jurymitglied Marion Mittag. „Mein Vater war stets ein leidenschaftlicher Mentor der Jugend und es ist mir ein großes Anliegen, in seinem Gedenken die Bemühungen der Kinder und Jugendlichen zu honorieren und ihnen zu zeigen, dass sie wahrgenommen werden.“

 

Preisträgerin ist Marieke Koch, eine 14-jährige Schülerin aus Krefeld, die im Klimaschutz aktiv ist. An ihrer Schule, dem Gymnasium Fabritianum in Krefeld hat sie einen mehrtägigen Klimaworkshop für ihre Mitschüler und Mitschülerinnen angeboten. Gemeinsam haben sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen unter anderem Maßnahmen überlegt, wie ihre Schule nachhaltiger werden könnte.

 

Ein Sonderpreis ging an unsere NAJU Steinfurt für ihr Projekt „Mehr Vielfalt in unseren Gärten“, das von den NAJU-Kindern mit entwickelt wurde. Resultat war ein Schulwettbewerb, der 2018 mit Unterstützung der Stadt Steinfurt stattfand. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler nicht nur viel über Insekten, sondern wurden auch zu wichtigen Multiplikatoren zum Thema. Inzwischen gibt es einige Anfragen von anderen Schulen und Kindergärten aus Steinfurt und der Region, die die NAJU weiterhin mit Aktivitäten zum Thema Insektenschutz unterstützt.

 

 

 

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Chor Soalbate spendet 600€ für das NABU Lehmdorf

Zur Weihnachtszeit hatte der Rheinenser Chor "Soalbate" zu einem stimmungsvollen Konzert in die Marienkirche in Rheine eingeladen.

Anstelle von Eintrittsgeld hatten die Mitglieder um Spenden für den Ewaldi Children Education Fund zur Unterstützung einer Schule für Aids- und Kriegswaisen in Uganda sowie für unseren außerschulischen Lernort, das "NABU-Lehmdorf" des NABU Kreisverbandes Steinfurt gebeten.

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Danke

Ein großes herzliches Dankeschön für euren ehrenamtlichen Einsatz für die Natur - ob draußen in den Wiesen, Mooren und auf den Feldern, bei den Kröten, als Urkunden-Überbringer, in den Bäumen, auf spätabendlichen Fledermaustouren, bei zahlreichen städtischen Veranstaltungen, als Referent/in oder als Ansprechpartner/in für telefonische Anfragen, in den unterschiedlichen Gremien, als Schreibtischtäter/in, als Handwerker oder als Naturschutz-Multiplikator in Kiga, Kita und Schule - ihr alle leistet einen erheblichen Beitrag dazu, dass die enorme Wichtigkeit des Naturschutzes im Kreis Steinfurt im gesellschaftlichen Bewusstsein bleibt. 

Lasst uns alles daran setzen, in dem kommenden Jahr 2020 die Weichen zu stellen für eine umfassende, effektive Förderung der Biodiversität und den Erhalt der natürlichen Ressourcen.

Euch allen wünsche ich eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr!

Kerstin Panhoff

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Die Rückkehr der Zehnfüßer

Edelkrebse im Kreis Steinfurt

 

 

 Edelkrebse: Links Weibchen, rechts ein Männchen

Flusskrebse lebten früher in den meisten Binnengewässern Mitteleuropas. Im Wesentlichen wurden die Bestände durch den Edelkrebs (Astacus astacus) gebildet, der auch als Europäischer Flusskrebs bezeichnet wird und im Jahr 2019 in Österreich zum „Fisch des Jahres“ ernannt worden ist.  Mit seiner Körperlänge von bis zu 18 cm ist er der größte der bei uns vorkommenden Flusskrebsarten und wird 15 bis 20 Jahre alt. Er ist auf Gewässer mit ausreichend Versteckmöglichkeiten angewiesen und wirkt als „Gesundheitspolizei“, da er als Allesfresser bei seinen nächtlichen Streifzügen auch verendete und kranke Tiere frisst.               

Sein wohlschmeckendes Fleisch machte ihn in den vergangenen Jahrhunderten zu einem begehrten Nahrungsmittel, so dass Fang und Handel in einem aus heutiger Sicht kaum noch vorstellbaren Ausmaß ausgeübt wurden:  Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts lieferten Deutsche und Österreicher pro Jahr ca. 5 Millionen Krebse an den Königlichen Hof nach Paris. (vgl. H. Poschwitz, 2019)

Heute sind Edelkrebs und auch Steinkrebs (Austropotamobius torrentium) in NRW vom Aussterben bedroht, weil sie durch nicht heimische und invasive Flusskrebsarten und die von diesen eingeschleppte Krebspest fast verdrängt werden. 

 Die ersten Schutzmaßnahmen für heimische Edelkrebse wurden im Jahr 2004 mit der Gründung eines Pilotprojektes eingeleitet und seit 2007 als Edelkrebsprojekt NRW fortgeführt.  Dieses Gemeinschaftsprojekt des Fischereiverbandes NRW und des NABU Landesverbandes NRW wird durch das Umweltministerium finanziert und durch hauptamtliche Projekt-Mitarbeiterinnen und eine zum größten Teil ehrenamtlich arbeitende Projektgruppe umgesetzt. Es soll entscheidend zum Schutz und zur Stützung der heimischen Flusskrebsbestände beitragen, indem die Verbreitung aller in NRW vorkommenden Bestände erfasst wird und geeignete Lebensräume erhalten oder optimiert werden. Zudem werden die Stein- und Edelkrebse im Rahmen einer breit angelegten Öffentlichkeitsarbeit als schützenswerte Organismen bekannt gemacht und Maßnahmen vorgestellt, wie die Ausbreitung der nicht-heimischen Flusskrebsarten durch den Menschen verhindert werden kann.  

Zu den neueren Aufgabenbereichen zählen die Wiederansiedlungsmaßnahmen in NRW und die Vergabe von Edelkrebspatenschaften, die ein Monitoring der getroffenen Schutzmaßnahmen ermöglichen. 

 Anfang November 2019 konnte auch ein Gewässer im Kreis Steinfurt mit über 200 munteren Exemplaren bestückt werden. Vorausgegangen waren eine Begehung der Örtlichkeit mit der Biologin und Projektleiterin Marina Nowak, die die Eignung anhand eines kleinteiligen Bewertungsrasters prüfte. Wasserqualität und Ausrichtung passten, Verstecke unter Wurzeln im Uferbereich und lehmiger Grund waren reichlich vorhanden und so stand dem Einzug der neuen Bewohner nichts im Wege.  

Ein erstes Monitoring wird es im Spätsommer 2020 geben – wir sind sehr gespannt! 

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